Aktion „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“

Alljährlich im September findet der bundesweite Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ statt, der unter anderem vom Deutschen Kinderhilfswerk und vom Verkehrsclub Deutschland unterstützt wird. Mit Wettbewerben, Aktionen und im Unterricht werden Kinder in Grundschule und Kindergarten animiert, zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen.
Das Netzwerk Schule und Mobilität stellt Kitas und Grundschulen Materialien für Aktionstage- und Aktionswochen zur Verfügung und berät und unterstützt bei der Umsetzung.

Aktionensidee

Jedes jahr machen viele Grundschulen und Kitas in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg Fußwege zum Thema – und berichten darüber. Denn Zu-Fuß-Gehen ist nicht nur die spaßigste Art um zur Schule und zum Kindergarten zu kommen, sondern auch noch die gesündeste und sicherste.

Unterstützung erhalten sie dabei vom „Netzwerk Schule + Mobilität“ der Lokalen Agenda 21, das besonders engagierte Schulen oder Kindergärten sowie die Gewinner des Malwettbewerbs „Ein Tier auf meinem Schulweg“ auszeichnet.


Materialien

Alle hier vorgestellten Aktionen finden sich auch in der Handreichung des Netzwerks Schule+Mobilität. Einen Eindruck der Aktion in 2010 bietet ihnen die Präsentation von Barbara Rieken, Fachberaterin des SSA für Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung. Weitere Materialien finden Sie im Bereich Materialien+Links.

Ab Kindergarten: Aktion Laufbus
Ab Kindergarten: Kindermeilen
Ab Kindergarten: Das „Schulwegding“
Ab Kindergarten: Schulweglied
3./4. Klasse: Werdet Reporterin und Reporter
3./4. Klasse: Verkehrsdetektive

Sie haben noch Fragen an uns? Dann kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular.


Aktion Laufbus

Der Laufbus – oder Walking Bus – ist eine gesunde, sichere und nicht zuletzt lustige Art zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Dieser „Bus“ fährt nicht auf vier Rädern, wie es bei einem normalen Schulbus der Fall ist. Ein Laufbus ist eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern ab der 1. Klasse, die gemeinsam den Schulweg zurücklegen. Dabei werden sie von einem oder mehreren Erwachsenen begleitet, zumindest so lange, bis die Kinder sicher genug sind, um als Gruppe alleine zu laufen. Wie ein richtiger Schulbus hat der „Laufbus“ Haltestellen bzw. Treffpunkte und einen Fahrplan. Eltern und Lehrer legen gemeinsam die Buslinien und die Zeiten fest, zu denen der Bus verkehrt. Das ist wichtig, damit die Kinder, die zusteigen wollen, nicht zu lange warten müssen und alle pünktlich und ohne Eile in der Schule ankommen. Ein „Laufbus“ wird in der Regel mit Unterstützung der Schule von den Eltern organisiert, die sich dann in der Begleitung abwechseln. Die Eltern legen z.B. gemeinsam fest, an welchen Tagen der „der Schulbus auf Füßen“ läuft, wer ihn begleitet und über welchen Zeitraum der „Schulbus“ begleitet werden muss. Für manche „Linien“ können zwei Monate, für andere kann ein ganzes Schuljahr sinnvoll sein. Über die gesetzliche Unfallversicherung sind nicht nur die Kinder im Laufbaus versichert, sondern auch die begleitenden Erwachsenen. Der Walking Bus bewegt nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern oder andere Erwachsene, die ihn begleiten! Auch an ihrer Schule kann ein Walking Bus eingerichtet werden.


Kindermeilen

Seit 2002 legen Kinder in Europa im Rahmen der Kindermeilen-Kampagne Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück. Alle Wege, die sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Inlinern, Bus und Bahn etc. zurücklegen, zählen als „Grüne Meilen“ für das Weltklima. Die Gesamtzahl Grüner Meilen wird am Jahresende den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz übergeben, um „den Großen“ zu zeigen, dass „die Kleinen“ bereits handeln – und nicht nur verhandeln. Die Module und Materialien der Kampagne liefern konkrete Ideen und Aktivitäten für Kindergarten- und Grundschulkinder zu klimafreundlicher Mobilität, indem sie sich spielerisch mit den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Mobilität beschäftigen. Neu sind Einheiten zu „regionale Lebensmittel“ und „Energiesparen“: Als Reporter auf dem Wochenmarkt erfragen die Kinder die Herkunft der Lebensmittel oder entdecken als Suppenköche die Genüsse regionaler Küche, als Energie-Detektive sind sie den Stromfressern ihrer Einrichtung auf der Spur. Mehr dazu im neuen Begleitheft (siehe Materialien 2010).


Das „Schulwegding“

Bitten Sie die Kinder, auf ihrem Kita- oder Schulweg genau hinzusehen. Sie sollen sich besondere Dinge merken, die ihnen auf dem Weg zu Fuß zur Schule auffallen. Das kann ein merkwürdig geformter Stein sein, eine bunte Blume am Wegesrand oder der gutgelaunte Schülerlotse. Zu diesen Dingen

  • erzählen die Kinder den anderen, was sie gesehen haben,
  • schreiben eine kleine Geschichte oder Gedichte, z.B. ein Elfchen
  • dichten darüber ein Lied oder
  • malen ein Bild, auf dem sie und das „Schulwegding“ zu sehen sind.

Die Ergebnisse können z.B. während eines Klassenfestes den Eltern präsentiert werden.


Schulweglied

Dieses Lied wurde geschrieben zum Anlass des „Zu Fuß zur Schule – Sternmarsches“ der Wegberger Grundschulen am 22.9.09 / Text und Melodie: Georg Wimmers
MP3 File mit der Demofassung des Liedes zum Download

Refr.:
D         G         D         A                                             D
Ich kann zu Fuß zur Schule geh’n, den Weg dorthin muss ich versteh’n.
            G         D         E          A / G-A-D
Gefahren kennen lernen und damit umzugeh’n. :
1.
            A          D
Zur Schule ist es gar nicht weit,
A            D
doch Mama, die steht stets bereit
G         D
bringt mich mit’m Auto dieses Stück.
E          A
uns so geht’s mittags auch zurück.
            G         D
Doch liebe Eltern, bitte schön,
G         D
wie soll den Schulweg ich versteh’n?
G         D
Wenn unser Auto fällt mal aus,
E          A
dann muss ich auch allein nach Haus.
            A
Und darum singen wir:              Refr.: Ich kann…
2.
Im Auto bin ich ganz allein, doch wie schön würde es sein,
könnt ich schon meine Freunde seh’n, die zu Fuß zur Schule geh’n.
Ich könnte Mäuerchen raufsteigen, könnt’ meine neuen Sachen zeigen.
Könnte richtig fröhlich sein, käm’ fröhlich in die Schule rein.
Und darum singen wir:                       Refr.: Ich kann…
3.
Klar gilt das nicht für jedermann, weil nicht jeder zu Fuß zur Schule kann.
Doch auch mit’m Fahrrad ist’s gesund, da bleibt man fit und wird nicht rund.
Und Autos, das weiß jedes Kind, ganz schöne Luftverschmutzer sind.
Drum kann ein jeder hier versteh’n: Viel besser ist’s, zu Fuß zu geh’n!
Und darum singen wir:                       Refr.: Ich kann…

Werdet Reporterin und Reporter

Überlegt euch Fragen zu eurem Verhalten im Verkehr und interviewt euch gegenseitig in der Klasse oder nach der Schule. Mögliche Fragen sind:

  • Wie kommst du morgens zur Schule?
  • Wo sind gefährliche Stellen?
  • Triffst du auf dem Weg andere Kinder?
  • Nutzt du den Schulweg auch zum Spielen?

Ihr könnt eure Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer befragen, zum Beispiel:

  • Wie lang war dein Schulweg früher?
  • Wie bist du zur Schule gekommen?
  • War der Weg gefährlich?
  • Hatten deine Eltern Angst, wenn du alleine unterwegs warst?
  • Was für Spiele hast du gerne draußen gespielt?

Die Antworten werden gesammelt und z.B. als Wandzeitung der Schulgemeinde präsentiert.


Verkehrsdetektive

Die Aktion Verkehrsdetektive sensibilisiert Kinder für ihre Wege. Sie kann z.B. Erstellung eines Schulwegeplans vorbereiten.
Die Ergebnisse der Verkehrsdetektive bieten eine gute Basis für Gespräche mit der Polizei und den zuständigen Planungsämtern, um gemeinsam Lösungen für schwierige und konfliktbehaftete Situationen zu entwickeln.