
Alljährlich im September finden die bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ statt, die unter anderem vom Deutschen Kinderhilfswerk und vom Verkehrsclub Deutschland unterstützt werden.
Mit Wettbewerben, Aktionen und im Unterricht werden Kinder in Grundschule und Kindergarten animiert, zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen.
Das Netzwerk Schule + Mobilität stellt Kitas und Grundschulen Materialien für Aktionstage- und Aktionswochen zur Verfügung und berät und unterstützt bei der Umsetzung. Hier finden Sie unser Infoschreiben [pdf] und das aktuelle Plakat [pdf].
Aktionensidee
In Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg machen jedes Jahr viele Grundschulen und Kitas Fußwege zum Thema – und berichten darüber. Denn Zufußgehen ist nicht nur die spaßigste Art um zur Schule und zum Kindergarten zu kommen, sondern auch noch die gesündeste und sicherste.
Das Netzwerk Schule + Mobilität, zeichnet besonders engagierte Schulen oder Kindergärten sowie die Gewinner des begleitenden Malwettbewerbs aus.
Thema des Malwettbewerbs 2025:
Auf meinem Schulweg finde ich blöd, dass … und wünsche mir, dass … .
Liebe Schülerinnen und Schüler, malt oder bastelt welche Situationen euch auf dem Schulweg Probleme bereiten oder Angst machen. Was müsste sich ändern, damit der Schulweg für euch angenehmer und sicherer ist?
Wie mitmachen?
Alle Kindergarten- und Schulkinder in Darmstadt und Darmstadt-Dieburg sind eingeladen, während des Aktionszeitraums 15.09. bis 26.09.2025 mit viel Spaß und Bewegung dabei zu sein.
Sollten Sie sich für das Mitmachen entschließen, bitten wir dies den Koordinatorinnen des Netzwerks Katalin Saary und Barbara Riecken per Mail bis zum Anfang des neuen Schuljahres (Donnerstag, 29.08.2025) zurückzumelden an .
Malwettbewerb: Im Rahmen des Malwettbewerbs bitten wir Sie, schulintern eine Auswahl zu treffen. Pro Schule und Jahrgangsstufe können maximal drei Einzelbeiträge sowie ein Klassenbeitrag eingereicht werden. Die Beiträge bitte mit folgenden Angaben: Name, Vorname, Klasse und Schule des Kindes sowie die Einverständniserklärung der Eltern zur Veröffentlichung der Arbeit bis zum 11. Oktober 2025 (Ende der Herbstferien) bei K. Saary, Büro Mobilitätslösung, Robert-Bosch-Str. 7, 64293 Darmstadt oder per E-Mail an senden.
Anleitungen und Ideen – Nachmachen erwünscht
Hier finden Sie Anleitungen zur Aktion „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“, zum Malwettbewerb sowie weiteren Aktionsideen zum Thema Schulweg.
Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten – Das Schulweg-Tagebuch
Im Schulweg-Tagebuch wird über den Aktionszeitraum dokumentiert, wie die Kinder zur Schule gekommen sind.
Ziel ist es das Mobilitätsverhalten sichtbar zu machen, Eltern und Kinder zu motivieren zu Fuß zur Schule zukommen und einen Gesprächseinstieg zu selbständiger und nachhaltiger Mobilität zu geben.
Malwettbewerb „Kreativ den Schulweg entdecken“
Das Netzwerk Schule + Mobilität lädt alle Kinder zum diesjährigen Mal- und Bastelwettbewerb ein.
Ziel der Aktion ist es, die Perspektive der Kinder sichtbar zu machen, den Dialog über sichere Schulwege anzustoßen und ihre kreativen Lösungsideen kennenzulernen.
Mit dem Laufbus gemeinsam zur Schule gehen
Ein Laufbus – auch „Walking Bus“ genannt – ist eine Gruppe von Kindern, die gemeinsam zu Fuß zur Schule geht. Begleitet werden sie von Eltern, anderen Erwachsenen oder älteren Kindern, z.B. aus der 4. Klasse.
Ziel der Aktion ist es, den Schulweg sicherer, gemeinschaftlicher und bewegungsreicher zu gestalten. Die Kinder gewinnen Selbstständigkeit, die Eltern werden entlastet und der Hol- und Bringverkehr rund um die Schule reduziert sich.
Mit dem Bici-Bus gemeinsam zur Schule fahren
Ein Bici-Bus (dt. Fahrradbus) ist eine Gruppe von Kindern, die gemeinsam mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Begleitet werden sie von Eltern, anderen Erwachsenen oder älteren Schüler:innen, z.B. aus der 10. Klasse
Ziel der Aktion ist es, den Schulweg sicherer, gemeinschaftlicher und bewegungsreicher zu gestalten. Die Kinder gewinnen Selbstständigkeit, die Eltern werden entlastet und der Hol- und Bringverkehr rund um die Schule reduziert sich.
Das Schulwegding – Mein Schulweg als Entdeckungsreise
Mit der Aktion „Schulwegding“ werden Kinder dazu angeregt, ihren Weg bewusster wahrzunehmen, Beobachtungen zu teilen und kreativ umzusetzen.
Ziel ist es, den Blick der Kinder auf ihren Alltag zu schärfen, sie für ihre Umgebung zu sensibilisieren und die Selbstständigkeit auf dem Schulweg zu fördern – durch Aufmerksamkeit, Orientierung und Austausch.
Schulwegreporter*in – Schulwege früher und heute
Wie war das früher – und was hat sich verändert?
Bei dieser Aktion befragen Kinder ihre Eltern, Großeltern oder ältere Nachbar*innen zu deren früheren Schulwegen. Im Vergleich mit ihren eigenen Wegen erkennen sie, wie sich das Mobilitätsverhalten und die Umgebung verändert haben – und was vielleicht gleich geblieben ist.
Durch die Gespräche wird der Blick für den heutigen Schulweg geschärft, Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden sichtbar gemacht. Die Ergebnisse können im Unterricht präsentiert und in der Schule ausgestellt werden.
Aktiv zur Schule mit der schlanken Schultasche
Mit einer leichten Schultasche macht der Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad noch mehr Spaß. Die Aktion fördert Gesundheitsbewusstsein, Selbstorganisation und die Freude an aktiver Mobilität.
Haustürbesuche – Hier wohnen wir!
Die Kinder besuchen in der Gruppe nacheinander ihre Wohnorte und lernen dabei ihre Umgebung sowie die Wohnorte ihrer Mitschüler*innen besser kennen. Der gemeinsame Spaziergang stärkt das Gruppengefühl, vermittelt ein Gefühl für Entfernungen und ermöglicht erste Erfahrungen im Straßenverkehr.
Unterwegs werden wichtige Verkehrsregeln besprochen, sichere und unsichere Stellen betrachtet und Orientierungspunkte gesammelt. Im Anschluss wird die gemeinsame Route auf einem Plan dokumentiert und reflektiert.
Verkehrsdetektive – Schulumfeld unter der Lupe
Kinder nehmen ihre Umgebung sehr genau wahr – insbesondere auf dem Schulweg. Die Aktion Verkehrsdetektive (auch bekannt als Kinderverkehrsgutachten) macht diese Wahrnehmung sichtbar: Die Kinder analysieren ihre Schulumgebung aus ihrer Sicht und dokumentieren sowohl Probleme als auch Wünsche.
Ziel ist es, durch die Beobachtung des Verkehrsraums den Blick für Gefahrenstellen zu schärfen und diese realistischer einzuschätzen. Zudem sollen Kinder in die Bewertung ihrer Mobilitätsumgebung einbezogen werden.
Die Aktion trägt dazu bei, die Ortskenntnis, den Orientierungssinn und die Abstraktionsfähigkeit der Kinder zu fördern. Daraus kann eine stärkere Identifikation der Kinder mit ihrer Umgebung erwachsen. Durch die Beobachtung des Verkehrsraums wird der Blick für Gefahrenstellen in der Wohnumgebung geschärft und die Kinder lernen, diese realistischer einzuschätzen.
Die Aktion eignet sich auch zur Vorbereitung oder Überprüfung eines Schulwegplans.
Die Ergebnisse der Verkehrsdetektive bieten eine gute Basis für Gespräche mit der Polizei und den zuständigen Planungsämtern, um gemeinsam Lösungen für schwierige und konfliktbehaftete Situationen zu entwickeln. Hierzu sollten diese möglichst frühzeitig einbezogen werden.
